Schulgeschichte
Schule anno dazumal - ein Projekt zur Geschichte
unserer Schule
Im Laufe des Schuljahres 2003/04 haben die Schüler der Klasse 3a die Geschichte der Grundschule Hugstetten erforscht und an dieser Stelle - als Fortsetzungsgeschichte - Stück für Stück veröffentlicht. Statistiken wurden von der Klassenlehrerin ausgewertet und zusammengefasst. Im Schuljahr 2004/05 setzten wir unser Projekt fort.
Teil1
Was wir über unsere Grundschule herausgefunden haben:

In der Eingangshalle, gleich rechts neben der Tür haben wir einen Stein entdeckt. Darauf steht die Jahreszahl 1960. Das ist der Grundstein unserer Grundschule - immer wenn ein neues wichtiges Gebäude gebaut wird, wird der erste Stein in einer besonderen Feier eingemauert. Am 10. Dezember 1960 fand die feierliche Grundsteinlegung unserer Schule statt - aber bevor der Stein eingemauert wurde, hat man in ihn noch etwas hineingelegt. Was meint ihr, könnte das wohl sein?
Teil 2
Jetzt wollen wir das Rätsel auflösen. Im Grundstein verbirgt sich:
eine Zeitung vom Tage, ein Satz Münzen und eine Urkunde.
Darin heißt es u.a.: "Im Jahre 1960 erbaute die Gemeinde Hugstetten dieses Schulhaus. Die Urkunde soll späteren Geschlechtern über die Baugeschichte berichten. Die Erstellung eines neuen Schulgebäudes wurde notwendig durch die Erhöhung der Einwohnerzahl unseres Dorfes. Heimatvertriebene aus dem Osten unseres Vaterlandes, die bei uns Aufnahme und Wohnung gefunden haben, ließen diese Zahl im Jahre 1960 auf 1176 anwachsen" ( Heute, im Januar 2004 beträgt die Einwohnerzahl von Hugstetten übrigens rd. 2600.) "Im gleichen Jahr wurden im alten Schulhaus 120 Kinder unterrichtet. Die Räume dieses Hauses waren damit zu klein geworden."
Teil 3
Aha! Es gab also bereits vor unserem jetzigen Schulhaus bereits ein altes Schulhaus in Hugstetten. Zu diesem alten Schulhaus werden wir aber erst Nachforschungen anstellen, wenn wir alles über unser jetziges Schulgebäude wissen. Leider liegen uns keine Bilder von der Grundsteinlegung vor. Wir sind aber weiterhin bemüht, Fotomaterial zu beschaffen. Von der Feier des Richtfestes hat uns Herr Ibach Bilder zur Verfügung gestellt.

Im April 1963 wurde die neue Schule in Hugstetten eingeweiht. Die folgenden Bilder und die meisten Bildunterschrifen stammen von Herrn Hügele.

Teil 4
Mit ihrem Rektor Herrn Kaspar bezogen im April 147 Kinder und 3 Lehrer das neue Schulgebäude, welches sechs Klassenräume, einen Werkraum, einen Handarbeitsraum, eine Schulküche und eine Schwimmhalle aufwies. Es gab eine 1. Klasse mit 31 Schülern, eine Klasse, in der das 2. und 3. Schuljahr gemeinsam unterrichtet wurde mit 35 Schülern und eine Klasse mit 39 Schülern, in der die Klassenstufen 6 bis 8 unterrichtet wurden. Untergebracht war auch eine Klasse der Landwirtschaftlichen Berufsschule für Mädchen.
Eine Sporthalle gab es - wie die nächsten Fots zeigen - 1963 noch nicht. Dennoch wurde in der Volksschule Hugstetten - so ihr damals amtlicher Name - Sport unterrichtet. Teils - je nach Jahreszeit und Witterung - auf dem Schulhof, teils auf dem Dachboden (!), teils im Klassenzimmer und häufig wurde aus der Sportstunde einfach ein Spaziergang. Erst 1972 konnte der Sportunterricht in der Gemeindehalle stattfinden.


Ein Anstieg der Schülerzahlen allgemein, die Einführung des 9. Schuljahres im Jahre 1966 und das Unterrichten von Hochdorfer Schülern der Klasse 8 und 9 an der Hugstetter Volksschule ( damit diese an der im Schuljahr 68/69 eingerichteten Englisch-AG teilnehmen konnten - denn die Hochdorfer gehörten damals noch nicht zu Freiburg, sondern verhandelten mit den anderen Marchgemeinden Hugstetten, Buchheim, Neuershausen, Holzhausen über die Bildung einer Einheitsgemeinde March) bewirkten, dass Herr Ibach, der ab dem Schuljahr 1967/68 die Schulleiterstelle übernahm, bereits im Mai 1968 einen Raummangel konstatierte.
Im Schuljahr 1970/1971 als auch Hochdorfer Schüler ab der 5. Klasse an der Hugstetter Volksschule unterrichtet wurden (die Gesamtschülerzahl betrug 298) reichte der Platz nicht mehr aus, die Klassen 3, 4 und 5 bezogen einen Raum im alten Schulhaus (Rathaus). Ab dem Schuljahr 1973/1974 ändert sich übrigens die Bezeichnung "Hugstetter Volksschule" in "Grund- und Hauptschule Hugstetten". Die Auslagerung von Klassen ins alte Schulhaus wurde auch in den folgenden Jahren beibehalten. Die Raumnot wurde durch die Einführung des Klassenteilers für die ersten Klassen im Schuljahr 1974/75 auf 40 Schüler noch verschärft, da in Hugstetten zwei erste Klassen gebildet werden mussten. Durch den Ausbau der Buchheimer Schule zur Hauptschule, der im Oktober 1976 abgeschlossen war, wurden nun die Klassen 5 bis 9 in Buchheim unterrichtet. Die Hugstetter Schule, die ab dem Schuljahr 1976/77 Grundschule March-Hugstetten wurde, hatte aber, da nun auch die Buchheimer Grundschüler nach Hugstetten mussten, in diesem Schuljahr dennoch 278 Schüler und war in den Klassen 1 bis 3 zwei- und in der 4. Klasse dreizügig. Auch die Umgestaltung der Küche, die Auflösung des Werkraumes in Klassenräume reichten nicht aus, 1977/78 schließlich wurde die Hugstetter Schule erweitert.

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