Am 28.10.2010 fuhren wir mit Frau Hall nach Riehen in das Kunstmuseum Beyeler.
Nach einer kurzen Vesperpause vor dem Museum kam eine junge Frau zu uns, Frau Calfrish. Sie führte uns in der nächsten Stunde zu ausgewählten Bildern der Ausstellung.
1. Teil: Führung - Die Naturdarstellung bei verschiedenen Malern.
Das erste Bild hatte Van-Gogh gemalt, ein Weizenfeld mit kräftigen Strichen und viel Farbe auf die Leinwand gezaubert, im Hintergrund eine Zypresse und lebendigen Himmel.
Als Nächstes betrachteten wir ein Bild von Cezanne, auf dem ein Waldweg dargestellt war. Die Formen der Bäume lösten sich an den Rändern förmlich auf, die Konturen waren nur noch schwach zu erkennen und gingen in Schattenflächen über. Trotz der Auflösung der Formen war jedem Kind klar, dass es sich um einen Wald handelte.
Der Tryptichon mit den Seerosen von Monet zeigte ebenfalls aufgelöste Formen. Die Kinder entdeckten neben den Seerosen den Ufersaum, den Schatten der umgebenden Bäume, Gebüsch am Uferrand und das Spiel der Sonne auf den leisen Wellen.
Beeindruckend war eine Malerei von Münch: Kein einzelner Pinselstrich war zu erkennen und erst dachten wir, eine Fotografie vor uns zu haben, so genau war er in der Wiedergabe seines Motivs –einem grünen Getreidefeld hinter einem Sandweg mit großem blauen Himmel darüber – gewesen.
Der letzte Künstler, den Frau Calfrish uns zeigte, war Georges Braque. Das Neue bei seinen Bildern: Er zeichnete seine Motive mit schmalen, dunklen Linien eingerahmt. Auch verwendete er Farben, doch deckten sich die Farbränder nicht mit den Umrisslinien der Motive: Die Trennung von Farbe und Form.
2. Teil: Workshop – Experimente zur Darstellung von Natur
Zunächst erhielt jedes Kind einen Papprahmen im Din A4 – Format, dazu eine klare Dokumenten- hülle und einen Edding. Aufgabe war erst, mit Rahmen und Folie eine Art Guckfenster zu legen und damit im Museumspark ein schönes Motiv zu suchen. Dann sollten die Kinder mit Edding die Umrisslinien ihres Motivs auf die Folie zeichnen.
Zum 2. Arbeitsschritt ging es ins Atelier, in dem Papiere, Farbstifte und Wachskreiden für die Kinder bereit lagen. Frau Calfrish zeigte nun Möglichkeiten, wie die Kinder mit ihren „Vorlagen“ verschiedene Bilder gestalten konnten, vom Abpausen der Vorlagen und ihrer farblichen Ausgestaltung bis hin zum Erstellen von Farbmustern, die anschließend in die Folie geschoben die Motive colorierten. Die Kinder zeichneten und malten mit Feuereifer und zum Abschluss betrachteten wir ganz unterschiedlich gestaltete Bilder.