Kino in der Schule
Der Filmunterricht auf die Probe gestellt
Am 2. Juli wurde die Klasse von Frau Piazolo-Schwarz Zeuge einer nicht ganz alltäglichen Unterrichtsstunde. Statt Lesen, Rechnen oder Schreiben stand an diesem warmen Sommertag das Thema Film im Vordergrund. Die Lehramtsstundenten Sandra Ristic und Aaron Büsing von der Pädagogischen Hochschule Freiburg boten dieses außergewöhnliche Projekt an.
Wer auf Wilde Kerle, Hühner oder auf besenreitende Zauberlehrlinge spekulierte, konnte sich auf eine große Überraschung gefasst machen. Der Film „Karo und der liebe Gott“ von der österreichischen Regisseuren Danielle Proskar sollte es den Kindern ermöglichen – jenseits von Special Effects und Hollywood – auf eine ganz einfache Art und Weise einen bewussten Zugang zum Medium Film herzustellen.
Dies bedeutete, dass jeder Einzelne aus der Klasse aufgefordert wurde eine Expertenrolle zu den Bereichen Kamera, Beleuchtung, Filmkulissen, Figuren und Filmmusik einzunehmen. Hierzu wurden ausgewählte Szenen über den Video-Beamer an die Wand des Medienraumes projiziert und analysiert. Im Anschluss hatten die ‚kleinen’ Experten die Möglichkeit ihre Ergebnisse im Sitzkreis mit den Studierenden und MitschülerInnen zu besprechen, Fragen zu stellen und inhaltliche Leerstellen zu klären.
Das Engagement der SchülerInnen verblüffte Studierende und Lehrerin zugleich und zeigte, dass das Medium Film – richtig aufbereitet – mehr sein kann, als ein Lückenfüller vor den Sommerferien und die SchülerInnen auf den bewussten und differenzierten Umgang mit KiKa, Kino und Privatsendern vorbereiten kann.
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