Die Klasse 3b aus Hugstetten ist am Dienstag, den 7. Juli 2009 zur Kingenhofsäge nach Hinterzarten gefahren.
Wir haben uns um 8 Uhr am Bahnhof getroffen. Dann sind wir mit dem Zug nach Hinterzarten gefahren. Vom Bahnhof aus sind wir zur Kingenhofsäge vom Schwarzwaltverein Ortsgruppe Hinterzarten Breitnau gelaufen. Herr Winterhalter, einer der wenigen Einwohner aus Hinterzarten der noch weiß, wie eine Klopfsäge funktioniert, hat uns begrüßt und uns viel über die Säge erzählt. Die Kingenhofsäge ist eine Klopfsäge. Sie wurde 1828 gebaut und bis 1982 gebraucht.
So funktioniert die Klopfsäge: Das Wasserrad dreht über den Wellbaum drei Hubwalzen, das sind so kleine Fässer an einer kurzen Latte, die sich unter dem Boden der Klopfsäge befinden.
Diese Hubwalzen drücken das Sägegatter 44 cm nach oben. Das schwere Gatter kracht unter seinem Gewicht wieder herunter und so arbeitet sich die Säge immer einen Sägeschnitt weiter.
Durch das Runterkrachen entsteht so ein klopfen. Daher hat die Klopfsäge auch ihren Namen. Der Stammwagen, auf dem der Stamm liegt, schiebt sich immer nach jedem Schnitt 5 mm weiter. Ein Hölzchen wird nach ca. 30 cm in den Schlitz, den die Säge geschnitten hat, reingehauen damit die Säge mehr Freiheit hat. Das Hölzchen wird immer mal wieder an einer anderen Stelle reingehauen. Den Baum, den Herr Winterhalter eingespannt hat, hatte den Umfang von ca. 1 m. Die Länge war ca. 4,5 m. Um den Baum zu sägen, braucht die Klopfsäge 2,5 Stunden. Wenn der Baum durchsägt ist, entstehen Holzlatten. Aus den Latten will Herr Winterhalter später eine Bank machen.
Nach der Besichtigung der Klopfsäge und einem leckerem Vesper sind wir noch durch die Ravennaschlucht gewandert. Besonders beeindruckend fanden wir die 42 m hohe Brücke, die über die Ravennaschlucht führt.