Jacobus Nimmersatt - Pfoten weg vom Donnerwald
Seit März 2009 fand an unserer Schule eine Lese-/Theater-AG statt. Immer dienstags in der 6. Stunde trafen sich 13 Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Klassen mit Frau Burghardt. Zunächst lasen sie den „Umweltkrimi“ von Boy Lornsen: Jacobus Nimmersatt – Pfoten weg vom Donnerwald. Anschließend wurde die Geschichte als Theaterstück eingeübt.

Da gab es viel zu tun: Zunächst einmal das schwierige Verteilen der Rollen, das Auswendiglernen, das Gestalten der Kulissen und zuletzt die Auswahl der Kostüme. Und es gab noch eine Schwierigkeit: Für die Waldszene waren mehr Schauspieler notwendig, als die AG Mitglieder hatte. Kurzerhand brachten die SchülerInnen von Zuhause ihre Kuscheltiere mit, sodass es eine große Wald-Tierversammlung wurde.
Am vorletzten Schultag, dem 28.07.2009, spielten die AG-Kinder ihr Theaterstück vor der gesamten Schulgemeinschaft auf der Bühne der Turnhalle. Nachdem sich jeder Spieler dem Publikum vorgestellt hatte, wechselten Spielszenen und Lieder; mit einem Rap forderten die Tiere lautstark : „Hände weg vom Donnerwald!“ Zwischen den Szenen – während des Bühnenumbaus - traten Sprecher auf und erzählten den Zuschauern, was in der Zwischenzeit in der Geschichte geschah. Es war eine gelungene Aufführung. Die SchülerInnen spielten überzeugend und sicher und sangen ihre Lieder schön und ausdrucksstark. Das Publikum honorierte es mit einem anhaltenden Applaus.
Hier die Geschichte des Stückes in Kürze:
Die Bewohner von Poggenbüttel beschließen, ihren Donnerwald abzuholzen, um durch den Verkauf des Holzes und der dadurch entstehenden Grundstücke viel Geld zu verdienen. Jede der dreißig Familien soll eine Million bekommen. Jcobus Nimmersatt, der kluge Rabe, hört von dem Plan und berichtet davon Wurzelpeter, dem „Bürgermeister“ der Tiere. Sofort wird eine Tierversammlung einberufen und die Tiere beschließen, sich zu wehren. Der Schäfer Stoffel Plietsch, ihr Verbündeter, schreibt zunächst Briefe an die Dorfbewohner mit der Aufforderung, ihren Plan aufzugeben.
Doch die Menschen sind empört über diese Einmischung und beginnen am folgenden Tag damit, den Wald abzuholzen. Die Tiere geben nicht auf: In der darauf folgenden Nacht graben sie die abgeholzten Stämme und die Anhänger ein. Die Menschen lassen sich nicht abhalten weiter zu machen und fällen weitere Bäume. In der nächsten Nacht verstopfen die Tiere die Schornsteine, sodass die Menschen am Morgen prustend, hustend und unausgeschlafen aus verqualmten Häusern kommen und sich um ihre Schornsteine kümmern müssen. Doch den Plan, weiterhin den Wald abzuholzen, geben sie nicht auf.
So schmieden die Tiere für die nachfolgende Nacht einen weiteren Plan: Die Mäuse werden die Bettenbeine der Männer anknabbern, bis die Betten zusammenstürzen, und gleichzeitig werden Mücken und Wespen die Männer umschwärmen und kräftig stechen. Am kommenden Morgen sieht man die zerstochenen Männer, die von ihren Frauen versorgt werden. Die Frauen des Dorfes fordern ihre Männer auf, mit dem Abholzen des Waldes aufzuhören. Die Männer haben nun endlich genug vom Kampf gegen die Tiere. Der Bürgermeister lädt die Tiere zu einer Versöhnungsfeier ein, und alle beschließen, weiterhin miteinander in Frieden zu leben.
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